Air Force Hawks | 20. Mai 2017 AIR FORCE HAWKS vs. Dacia Vikings Superseniors, Sportplatz Zwentendorf

20. Mai 2017 AIR FORCE HAWKS vs. Dacia Vikings Superseniors, Sportplatz Zwentendorf

Air Force Hawks feierten Kantersieg

Das 49:14 über die Dacia Vikings Superseniors war der höchste Sieg in der Vereinsgeschichte und der lang ersehnte erste Heimsieg seit dem Umzug von Tulln nach Zwentendorf.

„Endlich haben wir es geschafft“, freute sich Sektionsleiter Mike Labenbacher. Zum ersten Mal gingen die Air Force Hawks vom Heeressportverein Langenlebarn in Zwentendorf als Sieger vom Platz. Es schien schon ein wenig wie ein Fluch, der auf den Hawks lag. Seit die Hawks am 6. Juni 2015 in Tulln die Steelsharks Traun 2 besiegten, gingen sie in allen Heimspielen stets als Verlierer vom Platz. Das Aufeinandertreffen mit den Superseniors, die als einzig anderes Team in der Conference noch sieglos waren, war realistisch betrachtet die letzte Chance, heuer in Zwentendorf zu gewinnen. Und diese Chance nahmen die Hawks war.

Dabei begann das Spiel denkbar schlecht. Runningback Matthias Wörle blieb nach einem Lauf liegen. Nach einer langen Behandlungspause wurde er mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung abtransportiert. „Ganz bitter. Er ist erst von einer Verletzung zurück gekommen und hat sein erstes Spiel bestritten“, suchte Head Coach Günter Baumgartner nach Worten. Die Air Force Hawks wünschen Wörle an dieser Stelle alles Gute und eine rasche Genesung. Die Hawks waren im Anschluss motiviert, das Spiel für Wörle, dem die Mannschaft nachher diesen Sieg widmete, zu gewinnen.

Und bald sollten auch die ersten Punkte folgen. Die Hawks profitierten von hervorragender Field-Position und Runningback Alip Rattanat, der in der Offense zunehmend das Spiel übernahm, scorte nach einem direkten Snap aus zwei Yards. Doch die Superseniors antworteten. Ein 20-Yard-Run von Quarterback Gerald Dygryn und der anschließende Extrapunkt brachte sie in Führung. Während des nächsten Drives fing Tristan Petrides einen Ball von Dygryn an der Seitenlinie. Die Hawks, die überzeugt waren, dass Petrides out of bounds war, protestierten so heftig, dass sie gleich zwei Strafen wegen Unsportsmanlike Conduct erhielten. 30 unnötige Yards also, die die Superseniors nahe an die Endzone der Hawks holten. Gleich im ersten Spielzug nach der Strafe fing Petrides einen 14-Yard Pass in der Endzone – Spielstand 6:14.

„Aber wir haben zurück in die Spur gefunden“, brachte es Baumgartner auf den Punkt. Rattanat hatte seinen ganz großen Auftritt. Aus der Wildcat-Offense heraus wartete er immer geduldig, dass sich ein Loch öffnete und setzte dann blitzschnell den Cut in die Lücke, durchbrach einige Tackles und sorgte für riesengroßen Raumgewinn. Mit Rückennummer 28 sah er bei diesem Drive tatsächlich ein ganz klein wenig aus wie NFL-Superstar Adrian Peterson. Mit einem 22-, einem 17- und einem 10-Yard Touchdown Run und anschließender Two-Point Conversion glich er aus.

Und spätestens beim nächsten Drive drehte sich das Momentum komplett in Richtung der Hawks. Während des Versuchs, Superseniors Receiver Michael Haydn zu gangtacklen, schlugen die Hawks den Ball frei und direkt in die Hände von Daniel Tlaskal. Damit war auch die Defense, die mit sechs Turnovers und zwei Scores eine hervorragende Leistung zeigte, voll im Spiel. Kurz vor der Halftime funktionierte auch das Passspiel der Hawks erstmals. Kevin Pfeiffer fand Fabian Knapp mit einem 48-Yard Touchdown Pass. „Der Gameplan ist voll aufgegangen“, freute sich Baumgartner, „wir wollten sie mit der Wildcat müde machen und dann mit Pass zuschlagen, wenn sie schon stehend K.O. sind.“

In der  zweiten Hälfte waren die Hawks dann klar das bessere Team. Daniel Tlaskal, mit einem Forced Fumble, einer Fumble Recovery und einem Pick-Six herausragender Mann in der Defense, sorgte mit einem Interception Return Touchdown aus etwa 30 Yards für die nächsten Punkte der Hawks. Wenig später legte Rattanat mit einem tollen 50 Yard Touchdown Run, bei dem er zahlreiche Tackles durchbrach, nach. Nur kurz später scorte die Defense wieder. Dieses Mal war es Mario Winter mit einem weiteren Pick-Six. Am Ende des dritten Viertels stand es somit 41:14.

Auch im letzten Viertel waren die Hawks noch nicht fertig. Armin Hörmann sorgte mit einer Interception für den nächsten Ballgewinn. Kurz danach stoppten die Hawks die Superseniors tief in ihrer Hälfte im vierten Versuch und punkteten erneut. Pfeiffer passte dieses Mal auf Krippl und fand seinen Backup-Quarterback auch bei einem Field Goal Fake, wo Pfeiffer als Holder den Ball aufhob und passte, für die erfolgreiche Two-Point-Conversion. Als Matteo Pinger kurz danach noch einmal für eine Interception sorgte war das Spiel mit dem beeindruckenden Ergebnis von 49:14 zu Ende.

Die Hawks haben jetzt drei Wochen Pause, bevor sie auswärts gegen die Upper Styrian Rhinos ranmüssen. „Wir haben jetzt Zeit zum Auskurieren und dann schauen wir, ob wir sie überraschen können. Vielleicht können wir ihnen ein Ei legen“, hofft Baumgartner.

 

Ergebnis: 49:14 (6:0, 15:14, 20:0, 8:0).

Stat Leaders:

Passing: Kevin Pfeiffer. 3/7, 80 Yards, 2 Passing TDs, 2pt Conversion.

Rushing: Alip Rattanat. 16 Rushes, 172 Yards ( avg), 3 Rushing TDs, 2pt Conversion.

Receiving: Tobias Krippl, 1 Reception, 40 Yards, 1 Receiving Touchdown, 2pt Conversion.

Defense:

Daniel Tlaskal: 4 Tackles, 1 Interception, 1 Forced Fumble, 1 Fumble Recovery, 1 Return TD.

Ingvar I Gerdinum: 9 Tackles, 1 Fumble Recovery.

Michael Kormann: 8 Tackles, 1 Forced Fumble.

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